Verabschiedung Pfarrer Schäfer

Nach einer Reihe von Abschieden im Vorfeld: der letzte Gottesdienst, die letzte Kirchenvorstandssitzung, die letzte Redaktionssitzung des Landlboten und und und, war es am 20. Juli 2019 nun soweit, Pfarrer Tobias Schäfer und seine Familie endgültig zu verabschieden. Vor dem feierlichen Festakt auf dem Sportgelände des SV Sulzkirchen fand ein Gottesdienst statt, der vom Posaunenchor Sulzkirchen unter Leitung von Michael Seitz und dem Projektchor Sulzkirchen in Kombination mit dem Freystädter Kirchenchor unter Leitung von Johanna Bartmann musikalisch gestaltet wurde.

 

Mit folgenden Worten führte Frau Dekanin Christiane Murner feierlich ein: Wir pflügen, und wir streuen den Samen auf das Land, doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand: Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn, drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn!“ In der Tat stand der finale Abschied im Zeichen des Erntens und Dankens. Die Dekanin ließ die Zeit der Schäfers in Sulzkirchen kurz Revue passieren, um schließlich das Wort dem scheidenden Pfarrer zu übergeben. Dieser bezog sich in seiner Predigt auf den Refrain des bekannten Schlagers „La Paloma ohe, einmal muss es vorbei sein…“ Nachdem bereits eine Reihe von kleinen Abschieden vorausgegangen waren, sollte es nun hier und heute endgültig mit der Zeit in Sulzkirchen vorbei sein. Die Wehmut, aber auch die Dankbarkeit für die gute Zeit geprägt von schönen Begegnungen, Freundschaften und Projekten konnte jeder der Gottesdienstbesucher verspüren.

 

Nach der Entpflichtung durch die Dekanin, soll heißen Entlassung aus der Tätigkeit in Sulzkirchen, erhielt Pfarrer Schäfer vom Dekanat eine Bilderreihe, die einige wichtige Orte seiner Tätigkeit als Pfarrer aus einer neuen Perspektive zeigen, nämlich mit einer Drohne fotografiert. Im Anschluss war zum Festakt auf dem Sportgelände geladen. Die Vertrauensleute von Sulzkirchen und Oberndorf, Elfriede Ehemann und Werner Winter, führten durch den Ablauf, der musikalisch von den Grenzgängern gestaltet wurde. Elfriede Ehemann und Werner Winter, betonten ihre Wehmut über das Weggehen von Pfarrer Schäfer, aber auch ihre Freude über den Karrieresprung. Die Sulzkirchener Vertrauensfrau erinnerte „Du hast bei der Einführung vor zwölf Jahren gesagt: ‚Ich bin gespannt auf die Zeit in Sulzkirchen.‘ Gemeinsam seien sie einen sehr guten Weg gegangen.“ Sie sagte außerdem: „Du hast in unserer Kirchengemeinde viele Spuren hinterlassen, vieles in Bewegung gebracht.“

 

Auch in den weiteren Reden stand der Dank für das Geleistete und die Begegnung im Vordergrund. So betonte Bürgermeister Alexander Dorr. Jeder Mensch, dem Tobias Schäfer begegnet sei, habe ganz eigene persönliche Erinnerungen an Begebenheiten mit ihm. „In all diesen zwölf Jahren deines Wirkens hier in Sulzkirchen hat dein Herz für deine Kirchengemeinde geschlagen“, so der Bürgermeister. Neben dem seelsorgerischen Wirken gehörten auch die Verwaltungsaufgaben als Pfarrer dazu. „Diese Aufgabe hat uns beide zusammengebracht.“ So auch bei der Einrichtung der Kinderkrippe und später bei der Erweiterung des Kindergartens Sulzkirchen. Er habe zudem den Weg geöffnet, dass die evangelische Kirchengemeinde die Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte in Freystadt übernimmt. Einige weitere Tätigkeiten streifte Bürgermeister Dorr wie zum Beispiel die Sanierung des Sulzkirchener Pfarrhauses. Abschließend stellte er fest: „Ich werde dich persönlich vermissen.“

 

Auch Landrat Willibald Gailler erinnerte sich an „viele wunderbare Begegnungen“ mit dem scheidenden Pfarrer. Pater Sales vom Franziskanerkloster in Freystadt verlas die Abschiedsworte des Freystädter Stadtpfarrers, Pater Amadeus Buchtzik, der sich im Urlaub befunden hatte. Er betonte dankbar, dass sie ein sehr gutes pastorales Miteinander gehabt hätten und man zusammen Gottesdienste und andere Veranstaltungen gemeinsam habe feiern können.

 

Auch die Kindergottesdienstkinder, die Dekanatsjugend und die evangelische Landjugend hatten eigene Beiträge vorbereitet. Abschließend gab es für die beliebte Pfarrersfamilie von allen Seiten Erinnerungs- und Dankgeschenke und schließlich noch eine lange Reihe derer, die sich persönlich von den Schäfers verabschieden wollten.

Fotos: Gleisenberg/privat